Das DRC-Finale 2025 am Niederrhein ist Geschichte!

Wir sind froh und dankbar, dass die Veranstaltung ein voller Erfolg war – eure Rückmeldungen und euer Feedback waren unfassbar.

Ein großer Dank, Berge an Lob und Respekt für die Leistung, ein solches Event erfolgreich – trotz einiger Hindernisse – durchgeführt zu haben, gehen an Britta, Nicole, Yvonne und Katrin.

Unser Richterteam war großartig: fair, freundlich und gut gelaunt haben sie gerichtet und das Wochenende zu einem Erlebnis gemacht.

Unsere Helferinnen und Helfer – fast 90 – sind gar nicht hoch genug zu loben – es ist, wie es ist: ohne euch geht gar nichts!

Danke an unsere tollen und großzügigen Sponsoren!

Und zum Schluss: Einen schöneren Rahmen für ein solches Event konnte man kaum finden: Schloss Wissen in Weeze – ein Traum! Vielen Dank, dass wir zu Gast sein durften!

Unsere Fotografen haben ganz wunderschöne Bilder gemacht, die ihr hier anschauen und auch bestellen könnt. Sie werden angeboten in klein für Facebook, HP, usw. oder in hochauflösend für Ausdrucke und ähnliches!

Ruths Galerie ist hier: https://www.pictrs.com/drcfinale25?l=de

Hier sind Anjas Bilder: https://www.pictrs.com/anjamichels/5676544

Und hier ist Tobias´ Galerie: https://www.pictrs.com/www-fotografie-tobias-de/9448913/drc-finale-2025-schloss-wissen?l=de

Und hier sind die Gewinner des DRC - Finales 2025 - ganz herzlichen Glückwunsch!

Sieger und Platzierte der Offenen Klasse:

 

  1. Volker Herrmann mit Chestnut Hunters Chip

  2. Elisabeth Bölter mit Graceful Star Aquin

  3. Sybille Wasmuth mit Quick Stepers Kalle

Sieger und Platzierte der Fortgeschrittenenklasse:

  1. Anne Bezdicek mit Akira vom Salgenholz
  2. Anne-Marie Viereckl mit Glengad Elsi
  3. Doris Albrecht mit Silva Nigra Labrador Byleist

Sieger und Platzierte der Anfängerklasse:

  1. Anja Jänicke mit Kornay Hunting Smokey Joker
  2. Thorsten Helmrath mit Rebel Blend Jambo
  3. Regina van der Linde mit  Jinkster Albus

Anne hat einen tollen Bericht geschrieben vom Finale <3:

DRC-Workingtest-Finale 2025 auf Schloss Wissen

Das Wochenende 11./12. Oktober war in diesem Jahr für viele Dummysportbegeisterte ein ganz besonderes, denn die erfolgreichsten Teilnehmer der letzten WT-Saison kamen zusammen, um sich an diesen beiden Tagen den Aufgaben des internationalen Richterteams zu stellen.

Der Austragungsort des diesjährigen Finales gab allen das Gefühl, an etwas Bedeutsamen teilzuhaben, denn man stand nicht, wie gewohnt, auf einer Wiese vor mobilen Pavillons, sondern in einem Schlosshof, den man zuvor über eine Schlossbrücke erreicht hat, nachdem man an wunderschönen Gebäuden und einem Teich vorbeigelaufen ist. Am Samstagmorgen, als die meisten von uns zur Anmeldung liefen oder sich als Helfer meldeten, lag alles noch im Dunkeln und man konnte nur erahnen, wo man nun dieses Wochenende, auf das der eine mehr oder weniger lange hingefiebert hatte, verbringen würde. Spätestens bei der Begrüßung fühlte vermutlich jeder ein bisschen mehr Feierlichkeit als üblich.

Ich persönlich hatte mich am meisten auf die vielen bekannten Gesichter gefreut, die man viel zu selten im Jahr sieht und mit denen man eine Leidenschaft teilt, die im normalen Alltag nicht von jedem verstanden wird. Hier war man sich einig, dass wir die besten Hunde, die tollste Hundearbeit und sowieso das schönste Hobby der Welt haben und das wohlwollende Miteinander fand ich schon besonders. In der Anfänger- und in der Offenen Klasse gingen jeweils 51 Teams an den Start, in der Fortgeschrittenen Klasse waren wir 39 Teilnehmer.

Nach der Begrüßung durch Britta Stempniewicz und Vorstellung des Richterteams, das aus Heike Reichelt (PL), Rainer Scesny, Herman Jeske, Caroline Koch, Francesca Lastrucci, Werner Haag, Paul O’Brien, Miso Sipola und Michael Brühl bestand, konnten wir uns alle erst einmal richtig warmlaufen, denn die landwirtschaftlichen Güter waren so weitläufig, wie es sich für ein richtiges Schloß gehört. Am zweiten Tag überlegte man schon etwas genauer, was man wirklich mitschleppen musste und was vielleicht doch nicht so dringend gebraucht wurde.

Da alle drei Klassen mit jeweils drei Richtern und vier Aufgaben parallel stattfanden (ein Hoch auf die Organisationskunst der Sonderleitung!), war einiges an Gelände von Nöten, um so viele Starts gleichzeitig möglich machen zu können. Auch für die Doppelstarter, die in A und O oder F und O teilnahmen, war es möglich, beide Klassen in einem ähnlichen Zeitrahmen zu schaffen, wie wir, die in „nur“ einer Klasse starteten.

Dank der Niers, die sich irgendwie überall entlangschlängelte und der vielen Streifen mit Brachland, Hecken, Wiesen und Wald hatten wir in den Aufgaben sehr abwechslungsreiches Gelände und die Strömung des Flusses wurde gerne genutzt, um die Aufgabe doch noch ein bisschen anspruchsvoller zu machen. Insgesamt waren unsere F-Aufgaben, die uns am Samstag von Caro Koch, Werner Haag und Paul O’Brien gestellt wurden, so angelegt, dass der Hund viel selbständig arbeiten durfte und auch seine jagdlichen Fähigkeiten zeigen konnte.

Bei drei Richtern pro Leistungsklasse waren die einzelnen Teilnehmer-Gruppen natürlich recht groß und Geduld vor und zwischen den Aufgaben war eine notwendige Tugend an diesen beiden Tagen. Aber Fachsimpeln (wo liegen die Schwierigkeiten der Aufgabe, wie geht man sie am besten an?) und Gespräche unter Gleichgesinnten verkürzten zumindest uns Menschen die Wartezeit, und da einer der Richter eine Doppelaufgabe hatte, die wir gleich hintereinanderweg arbeiten konnten, waren wir an beiden Tagen doch recht zügig fertig und hatten so die Möglichkeit, noch in der Offenen Klasse etwas zuzuschauen.

Am Abend konnte jeder, der wollte und sich dafür angemeldet hatte, an der Abendveranstaltung teilnehmen. Es gab ein Grillbuffet, bei dem sicher für jeden Geschmack etwas dabei war. Im Anschluss wurden die Top Teams des Tages bekannt gegeben. Jeder Richter durfte ein Team benennen, das ihm in seiner Aufgabe am besten gefallen hat. Das ist natürlich ein sehr begehrter Preis, der bei den jeweiligen Teilnehmern sehr große Freude ausgelöst hat und für den einen oder anderen ein dickes Trostpflaster für eine Null in einer anderen Aufgabe war! Leider sind nicht alle Gewinner eines „Top-Team“-Dummys bei der Abendveranstaltung anwesend gewesen, so dass wir dann bei der Begrüßung am Sonntag noch einmal gespannt sein konnten, wer z.B. von Rainer Scesny oder Paul O’Brien ausgewählt wurde. Da das WT-Finale sehr viele und sehr großzügige Sponsoren hatte, konnten alle Anwesenden zwei Lose für eine Tombola kaufen, bei der wirklich tolle und gut zu gebrauchende Preise zu gewinnen waren. Und auch, wenn man nicht zu den Glücklichen gehörte, deren Nummer gezogen wurde, der Unterhaltungsfaktor dieser Auslosung war auf jeden Fall sehr hoch! 🙂

Am Sonntagmorgen standen wir dann wieder hoch motiviert in den Startlöchern und waren gespannt, welche Richter wir an diesem Tag in welchem Gelände haben würden. Die Fortgeschrittenen waren nun bei Heike Reichelt, Miso Sipola und Francesca Lastrucci im gestrigen Gelände der Offenen Klasse, was uns schon ein bisschen mit Ehrfurcht erfüllte, denn das bedeutete viel hohe und weite Wiese…und vor allem Miso Sipola hatte gestern in der O dafür gesorgt, dass wir heute etwas „Angst“ vor seiner Aufgabe hatten. Aber die Aufgabe war dann wirklich schön. Schön anspruchsvoll, schön anders und der Hund durfte schön selbst hunten, da die Markierung so fiel, dass der Hund außer Sicht war, wenn er seinen Job richtig machte. Es war unsere letzte Aufgabe des gesamten WTs und mir fiel ein ganzer Felsbrocken vom Herzen, als mein Hund mir das letzte Dummy in die Hand gab! Am Morgen bei Francesca Lastrucci in der Doppelaufgabe lief alles gut, bei Heike, die eine tolle Mocktrial-ähnliche Teamaufgabe kreiert hatte, holte Akira die beiden Dummys sehr sicher rein und nun hätten wir es nur noch in der letzten Aufgabe verbocken können. Ich war meiner Hündin so dankbar, dass sie bis zum Schluss ihre volle Konzentrationsfähigkeit aufrecht erhalten hatte und wir auch aus der letzten Aufgabe noch mit einem guten Gefühl herausgehen konnten.

Und nun hieß es warten. Da die F deutlich weniger Starter hatte als A und O, konnte man noch ein bisschen bei deren Aufgaben zuschauen oder im Schlosshof bei Bockwurst oder Kuchen und Kaffee zusammensitzen oder an den aufgebauten Ständen von Dog & Field und einiger Leinen-Manufakturen sein Geld in neuem Equipment anlegen. Die beiden Fotografinnen Ruth Benger und Anja Michels, die auch in den Aufgaben tolle Erinnerungen festhielten, erfüllten noch ein paar fotografische Wünsche, wofür die Schlossbrücke eine beliebte Location war.

Als der Schlosshof sich dann immer mehr füllte und offensichtlich Starter, Helfer und Richter allesamt wieder aus dem Gelände zurückgekehrt waren, merkte man, wie die Spannung so langsam stieg. Müde und mehr oder weniger zufrieden über die eigene Leistung warteten alle auf die große Auflösung, wer mit den bereits aufgebauten Pokalen und zahlreichen Preisen letztendlich nach Hause gehen durfte. Mit Sicherheit hatte die Sonderleitung nun mächtig Stress und die Zeit verging für sie viel zu schnell …während sie für uns stehengeblieben zu sein schien.

Und dann, wenn man es schon nicht mehr glauben kann, geht es natürlich doch noch los. Heike richtete noch ein paar bewegende Worte an uns als Gemeinschaft, die doch als oberstes Ziel hat, ein wunderschönes Hobby mit unseren Retrievern ausüben zu können. Den Helfern wurde mit einer eigens und namentlich für sie gepackten Geschenktüte gedankt! Da wurde einem nochmal so richtig bewusst, wie viele Menschen dazu beigetragen haben, dass wir an diesem Wochenende in diesen insgesamt 24 Aufgaben stehen konnten.

Dann wurde es für die Teilnehmer der Anfängerklasse spannend! 29 Teams hatten alle Aufgaben erfolgreich gelöst. Die Top 10 wurde von Platz 10 aufwärts nach vorne gebeten, um sich ihre wohlverdiente Urkunde und ihren Applaus abzuholen, was immer ein sehr bewegender Moment ist und man sich einfach nur mitfreuen kann. Ein riesen Applaus ging natürlich an die Top 3: Regina van der Linde mit „Jinkster Albus“ (3.Platz), Thorsten Helmrath mit „Rebel Blend Jambo“ (2.Platz) und Siegerin Anja Jänicke mit „Kornay Hunting Smokey Joker“!

Jetzt war es für uns F-Starter soweit, und die Spannung stieg bei jedem der 15 Teilnehmer, die ohne Null durch die Aufgaben gekommen sind. Man hatte in den zwei Tagen viel Zeit miteinander verbracht und auch manchen Hundeführer neu kennengelernt, so dass man sich für jeden, der innerhalb der ersten 10 Plätze aufgerufen wurde, sehr freute. Die Tatsache, dass ich hier nun diesen Bericht schreiben darf, liegt natürlich darin begründet, dass wir in dieser Top 10 weit vorne mit dabei sein konnten. Man kennt seine Punkte nicht, man schätzt sich selbst natürlich ein und weiß, dass sein Hund doch meist einen guten Job gemacht hat, aber wenn Name für Name vorgelesen wird und man einfach nicht dabei ist, dann wird man doch ziemlich unruhig. Und wenn der erhoffte 3. Platz an Doris Albrecht mit „Silva Nigra Labrador Byleist“ geht und für den 2. Platz die persönliche Favoritin Anne-Marie Viereckl mit „Glengad Elsi“ aufgerufen wird (Herzlichen Glückwunsch, Euch beiden!!!), dann muss man doch realisieren, was man am Samstagmorgen nicht zu hoffen gewagt hatte: Akira hatte doch tatsächlich die meisten Punkte gesammelt, bzw. die wenigsten verloren. Leider sitzen bei mir die Tränen der Überwältigung immer ziemlich locker und ich war wirklich sehr überwältigt… Vielen Dank für Eure Glückwünsche und die zahlreichen Preise und überhaupt, dass wir so etwas miterleben durften. Es war wirklich toll in der Fortgeschrittenen-Klasse und ich werde sie vermissen!

Nun aber zu den Gewinnern der Offenen Klasse, die in dieser Veranstaltung ganz besonders anspruchsvoll war! Jeder der 14 erfolgreichen Teilnehmer, die ohne Null durch alle Aufgaben gekommen sind, konnten mächtig stolz sein. Einen tosenden Applaus bekamen letztendlich Sybille Wasmuth mit „Quick Steppers Kalle“ für den 3. Platz, Elisabeth Bölter mit „Graceful Star Aquin“ für den 2. Platz und als Sieger der Offenen Klasse wurde Volker Herrmann mit „Chestnut Hunters Chip“ gefeiert. Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung!

Ich denke, jeder konnte sehen und spüren, wieviel Herzblut das Orga-Team, bestehend aus Britta Stempniewicz, Nicole Lübbering, Yvonne Gaerber und Katrin Bücker in diese Mammut-Veranstaltung gesteckt haben und man kann nur erahnen, wie viel Zeit, Energie und Wissen in die Vorbereitung und Durchführung investiert werden musste. Ich kann nur danke sagen, dafür dass ihr diese Anstrengung auf Euch genommen habt. Denn es war wirklich ein ganz besonderes Wochenende!

Bezdicek mit Akira vom Salgenholz